Wohnungshaltung:
Einzelhaltung sollte generell vermieden werden.
Ein Käfig für zwei Tiere sollte eine Grundfläche von mindestens 120 x 60 x
50
cm haben.
Im Handel werden entsprechende Plastikschalen mit abnehmbaren
Gitteroberteilen angeboten.
Die Bodenschale sollte mindestens 15 - 20 cm hoch sein, damit nicht so
viel Einstreu nach Draussen gelangt.
Raufen für Heu und Grünfutter, sowie eine Tränke kann man im Fachhandel
einzeln nachkaufen, wenn sie nicht im Käfig bereits vorhanden waren.
Holzunterkünfte sind für die Wohnungshaltung ungeeignet, da sie sich zu
schnell mit Urin vollsaugen und dann stark riechen.
Als Einstreu eignen sich Hobelspäne, trockener Sand oder Katzenstreu.
Heu sollte nur als Futter dienen.
Der Käfig sollte hell, zugfrei und ohne direkte Sonneneinstrahlung stehen,
laute Musik und ein Platz direkt an der Heizung bekommt den Tieren nicht.
Die Behausung sollte fest, sicher und leicht erhöht platziert werden.
Haltung im Freien:
Meerschweinchen können
ganzjährig draußen gehalten werden. Jedoch ist diese Haltungsform mit
etwas mehr Arbeit und Kosten verbunden als die Haltung in der Wohnung.
Wenn man aber Meerschweinchen fragen würde wo sie lieber leben, wird die
Entscheidung sicherlich zugunsten eines schönen Außengeheges fallen. Auch
bei der Außenhaltung muss der Stall nicht zwingend mit dem Auslauf
verbunden sein, wobei es natürlich praktischer und für die Meerschweinchen
auch schöner ist wenn sie direkt vom Stall in den Auslauf können.
Bei uns leben die Meerschweinchen in einem großen gut isolierten
Außenstall und werden tagsüber in ihren Auslauf gesetzt. Da wir im Allgäu
leben und unsere Winter meist sehr lang und sehr Schneereich sind
überwintern unsere Meerschweinchen im Gartenhaus. Dies dient vor allem der
Bequemlichkeit des Menschen, weil wir dann beim Füttern und Ausmisten
nicht immer im Nassen stehen. Wenn es besonders kalt wird isolieren wir
den Stall noch zusätzlich mit Decken. Im kältesten Winter hatten wir auch
schon 20 Grad Minus im Stall, aber unsere Schweinchen waren putzmunter
unterwegs.
Bei Temperaturen unter Null wird der Stall mindestens zweimal täglich von
nasser Einstreu gereinigt und der Wasserbehälter mit warmen Wasser
gefüllt. Außerdem sind die Häuser natürlich immer mit reichlich Stroh
gefüllt so dass sie sich ein kuscheliges Bett machen können.
Im Winter bekommen sie außerdem einen zusätzlichen Meerschweinchen-Auslauf
im Gartenhaus. Die frei geräumte Bodenfläche wird zum Teil mit
Holzbrettern ausgelegt damit die Tiere nicht auf den kalten Betonboden
laufen müssen und es wird das Unterteil eines normalen Innenkäfigs mit
Einstreu hineingestellt. Außerdem natürlich viele Häuschen und täglich
frische Zweige zum knabbern. Unsere Obstbäume werden so etwas
unfachmännisch während des ganzen Winters zugeschnitten, trotzdem haben
wir jedes Jahr eine reiche Ernte. In diesem Winter-Auslauf haben sie
genügend Bewegung und Abwechslung um den Winter gut zu überstehen.
Meerschweinchen und andere Tiere:
Von jungen Hunden oder Katzen werden Meerschweinchen meist problemlos
akzeptiert, Vorsicht, wenn die Tiere älter sind!
Goldhamster und Rennmäuse vertragen sich nicht mit Meerschweinchen, sie
greifen die Tiere an.
Kaninchen und Meerschweinchen können problemlos zusammen gehalten werden .
Jedoch sollte man dann mindestens zwei Kaninchen und zwei Meerschweinchen
halten.